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Erstmals "Preis für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising" vergeben

Jury zeichnet sechs Preisträger aus

Trophäe des Preises. Erstmals hat die Fachjury des "Preises für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising" sechs Auszeichnungen vergeben. Den ersten Preis in der Kategorie "Öffentlichkeitsarbeit" erhielt das Adventsprojekt Glanzlichter der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund, in der Kategorie "Fundraising" siegte das Projekt VicelinGarten der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Hamburg-Sasel. Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH (GEP) und die Fundraising Akademie zeichnen mit dem Preis herausragende und beispielhafte Projekte der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit und des kirchlichen Fundraisings aus. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wird von der Evangelischen Kreditgenossenschaft und der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge unterstützt.

Öffentlichkeitsarbeit - Platz 1: Glanzlichter für Dortmund

Glanz und Freude im vorweihnachtlichen Trubel der Dortmunder Innenstadt zu verbreiten und damit Menschen im Weihnachtsstress einen Moment der Besinnung und der Ruhe zu schenken, das war die Herausforderung, der sich die Initiatoren des Projektes "Glanzlichter" gestellt haben. Ihr Ansatz, gemeinsam mit den Geschäftsleuten der City einen lebendigen Adventskalender zu gestalten, hat die Jury überzeugt. Besonders gefallen hat den Juroren die professionelle Umsetzung und die gute Medienresonanz. Vorbildlich sei, wie sich Kirche an Orte begeben habe, an denen sich viele Menschen für ihre Weihnachtseinkäufe aufhalten. "Ganz hervorragend gelingt es den Machern, mit ihrer Initiative ein Netzwerk aus Prominenten, Künstlern und Geschäftsleuten zu bauen, die sich für das Anliegen der Kirche einsetzen", so die Jury.

Fundraising - Platz 1: Ein Garten in Sasel

In der Kategorie Fundraising ging der erste Preis an das Projekt VicelinGarten in Hamburg-Sasel. Für die Umgestaltung eines Kirchengeländes zu einer grünen Oase warb die Kirchengemeinde knapp 200.000 Euro ein. Die Aufbruchstimmung in der Gemeinde führte zu einem deutlich gesteigerten Bekanntheitsgrad. In der Folge konnten viele neue Ehrenamtliche gewonnen werden und der Umsatz des Eine-Welt-Ladens der Gemeinde erhöhte sich um ein Vielfaches. Die Jury befindet: "Die Initiative VicelinGarten zeichnet sich dadurch aus, dass die gemeindlichen Fundraising-Aktivitäten mit einem erfolgreichen Programm des Gemeindeaufbaus Hand in Hand gehen und damit nachhaltig angelegt sind."

Fundraising - Platz 2: Mariengemeinde Frankfurt

Platz zwei belegte die Evangelische Mariengemeinde in Frankfurt am Main. Die Fundraising-Gruppe der Gemeinde schaffte es, für den Umbau des alten Pfarrhauses zum Gemeindehaus mit rund 80.000 Euro zehn Prozent der Gesamtkosten über Spenden einzuwerben. Über Merchandising, Events und Benefiz-Konzerte wurden die Gemeindeglieder aktiviert, sich für ihre Kirche einzusetzen. "Insgesamt eine Fundraising-Aktion, die auf andere Gemeinden gut übertragbar ist", betont die Jury.

Fundraising - Platz 3: Bücherstube Wichernkirche Hamburg

Auf den dritten Platz kam die Evangelische Wichernkirche im Kirchenkreis Alt-Hamburg. Über eine Umwandlung von Büchersachspenden in Geldspenden wurde eine Bücherstube samt Bücher-Café eingerichtet, die zum zentralen Treffpunkt der Gemeinde geworden ist. Die Jury ist überzeugt, dass sich dieser Ansatz auch für andere Gemeinden zur Nachahmung empfiehlt.

Öffentlichkeitsarbeit - Platz 2: Aktion 3000+ in Berkenthin

In der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit erreichte die evangelische Gemeinde Berkenthin in Schleswig-Holstein den zweiten Platz. Ihre "Aktion 3000+ Einladung zum Kircheneintritt" gibt ein ambitioniertes Ziel vor. Die Gemeinde möchte die Zahl ihrer Gemeindemitglieder von 2.776 auf 3.000 Mitglieder steigern. Die Jury meint hierzu: "Überzeugt hat uns, wie mit großem Engagement zum einen die Gemeinde als einladende Gemeinschaft weiterentwickelt und zum anderen dieses Engagement mit den Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit begleitet wurde." Neben den steigenden Mitgliederzahlen unterstreiche auch das gute mediale Echo den Erfolg der Bemühungen.

Öffentlichkeitsarbeit - Platz 3: "Mensch Kirche" Stuttgart

Ausgezeichnet hat die Jury schließlich das Projekt "Mensch Kirche" der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart mit dem dritten Platz. Die Stuttgarter hatten rund 12.000 Mitglieder von drei Gemeinde mit persönlichen Briefen zu einer Veranstaltungsreihe der besonderen Art eingeladen. Dabei zeichneten sich die Veranstaltungen durch die Kombination von ungewöhnlichen Veranstaltungsorten und Referenten mit vermeintlich nichtkirchlichen Themen aus, so zum Beispiel ein Gespräch mit dem Leiter Finanzen des DaimlerChrysler Konzerns in der DaimlerChrysler Bank zum Thema "Geld in der Bibel". Die ungewöhnliche Aktion, die vor allem darauf ziele Kirchenmitglieder zu erreichen, die sich von traditionellen Gemeindeangeboten nicht ansprechen lassen, stieß auf die beachtenswerte Resonanz von rund acht Prozent aller Angeschriebenen. Die Jury hebt hervor: "Den Machern gelingt es, Kirchenmitgliedschaft auch unter kirchendistanzierten Mitgliedern als sinnvoll und bereichernd erlebbar zu machen und die Kirche als sympathisch und kommunikativ zu präsentieren."

Die Ausschreibung des Preises stieß mit rund 100 Bewerbungen aus allen Teilen der EKD auf ein gutes Echo. Initiator Markus Eisele (GEP) ist denn auch überaus zufrieden: "Wir freuen uns, dass der Preis so gut aufgenommen wurde." Die Preisverleihung findet am 28. September 2006 im Rahmen der Fundraising-Messe Kollekta in Hannover statt.

Der Preis wird unterstützt durch die Bank "Evangelische Kreditgenossenschaft" und die Versicherung "Bruderhilfe  Pax  Familienfürsorge".

Der Preis

Angemeldet werden konnten Maßnahmen wie Mailing, Plakat- und Außen-Werbung sowie Spenden- und Sponsoring-Projekte. Ausgenommen sind reine Online-Auftritte. "Alle Projekte sollen bei einem ausgeglichenen Kosten-Nutzenverhältnis kreativ und wirkungsvoll gewesen sein", beschreibt Eisele die Voraussetzungen für eine Teilnahme. Eine Fachjury mit renommierten Vertretern der Kirche und aus Agenturen wählen jeweils drei Preisträger für die zwei Kategorien Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising auswählen. Die Sieger erhalten 1.500 Euro, die Zweitplatzierten 1.000 Euro und die Drittplatzierten 500 Euro.

"Wir wollen gemeinsam mit der Fundraising Akademie ein deutliches Signal setzen, welche Bedeutung wir dem Engagement der Gemeinden beimessen", so Eisele. Die Teilnehmer sollen beschreiben, worum es im Projekt geht, ob sie beispielsweise Besucher für ein neues Angebot gewinnen möchten, ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, den Gottesdienstbesuch steigern möchten oder mit Fundraising für Spenden geworben haben.

Der "Preis für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising in der Gemeinde" belohne keineswegs das Projekt mit dem größten Etat oder der ausgefallensten Idee, betont Eisele. Vielmehr stehe die "wirkungsvolle Kommunikation" und ein "kostensbewusster Mitteleinsatz" im Vordergrund. Die Preisverleihung findet im Herbst 2006 in festlichem Rahmen statt.

Die Jury

  • Jörg Bollmann, Direktor, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH
  • Markus Eisele, Geschäftsbereichsleiter Mediendienste, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH
  • Bernhard Fischer-Appelt, Geschäftsführer, fischerAppelt Kommunikation GmbH 
  • Udo Hahn, Leiter der Stabsstelle "Medien und Publizistik", Evangelische Kirche in Deutschland 
  • Dr. Thomas Kreuzer, Geschäftsführer, Fundraising Akademie
  • Uwe Moggert-Seils, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Kirche von Westfalen
  • Dr. Matthias Schreiber, Öffentlichkeitsdezernent, Evangelische Kirche im Rheinland 
  • Lothar Schulz, Vorsitzender des Deutschen Spendenrates
  • Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der EKD, Direktorin, Deutsche Bank AG

Die Sponsoren

Der "Preis für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising" wird maßgeblich unterstützt durch


Der Flyer mit dem Programm der kollekta mit Preisverleihung


Der Flyer "Preis für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising"



Pressemitteilung und Pressebilder zum Herunterladen

 

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